Harte Beats und unglaubliche Verrenkungen: Breakdance, in der Szene B-Boying bzw. B-Girling genannt, gehört zur Hiphop-Kultur wie der Rap, die Graffiti-Kunst und das DJing. Seinen Ursprung die Tanzform in den frühen siebziger Jahren. In Manhattan und der Bronx wurde Breakdance damals zu einer neuen Form sich auszudrücken und ihren tristen Alltag in Armut hinter sich zu lassen. Schon bald wurde aus der Freizeitbeschäftigung eine friedliche Alternative zu den gewalttätigen Kämpfen zwischen den Straßengangs.
Bei den so genannten Breakdance-Battles traten schon damals ganze Gruppe oder auch einzelne Tänzer gegeneinander an. In einem Kreis um den Tänzer herum stehen die Zuschauer und die B-Boys machen ihren Run. Ziel ist es die anderen Tänzer mit seinen Move zu überbieten, oft steigern sich solche Battles. Zuerst beginnen die Crews mit leichten Schritten und steigern sich immer mehr. Das Publikum oder eine Jury entscheidet später über den Sieger. Noch heute gibt es zum Beispiel in Deutschland solche Battles, auch ohne Bandenkriege. Über die soziale Kompetenten des Breakdance wurde 2010 auch auf der Berlinale die Dokumentation „Neukölln Unlimited“ vorgestellt.
Neukölln Unlimited
Lial, Hassan und Maradona leben für ihren Sport und ihre Musik. In der Breakdance– und Hiphop-Szene sind sie bereits große Stars, doch leider liegt ein Schatten über den Leben im Berliner Problemviertel NeuKölln. Ihre Familie hat keine sichere Aufenthaltsberechtigung und die Abschiebung droht. Die Kamera begleitet die drei jungen Ausländern durch ihr Leben zwischen Ausländerbehörde, Sozialwohnungen und dem Tanzbattles auf der Straße. Dabei werden die Regisseure Agostino Imondi und Dietmar Ratsch ist kitschig und erzeugen auch keine Ghetto-Romantik, viel mehr ist es eine einfühlsame Reportage über das Heranwachsen in schwierigen Verhältnissen und die Einwanderungspolitik in Deutschland. Neukölln Unlimited wurde von den Kritikern auf der Berlinale hochgelobt und kommt bei uns am 08.April in die Kinos.















