Heute dreht sich im Sammelsurium alles monothematisch um das iPad, denn das Warten hat bald ein Ende, zumindest in Amerika. Am Karsamstag entlässt Apple seine „Computerrevolution“ in die Freiheit. Wer bis jetzt nicht vorbestellt hat, muss warten: Rund 240.000 Kunden haben das neue Gerät angeblich online geordert, den nächsten Schwung kündigt Apple für den 12. April an. Derweil tauchen erste Bilder des iPad-Stores aus, neue Hardware findet sich im Apple Online Store und auch zum Thema iBooks gibt es Neuigkeiten zu melden.
Entwickelt: SDK erreicht Golden Master
Vor der iPad-Auslieferung geht es rund: Fast zeitgleich mit dem lang erwarteten Mac OS X 10.6.3 veröffentlicht Apple nun das SDK 3.2 GM – das GM steht für Golden Master. Für Endanwender interessanter dürfte der Software-Lizenzvertrag sein, der verrät, dass wie beim iPhone zukünftige Betriebssystem-Updates für das iPad kostenlos sind – zumindest bis Version 5.0. iPod touch-Besitzer mussten bisher für Versionssprünge vor dem Komma zahlen.
Auch eine neue iTunes-Version steht an, MacRumors spekuliert, dass zeitgleich mit dem iPad auch iTunes 9.1 erscheint. Das könnte zum Beispiel die Verwaltung von EBooks übernehmen.
Erster Blick in den iPad Store, Apple-Videos
Einen ersten Blick in den iPad Store hat AppAnnie.com geworfen.
Der neue iPad Store
Er offenbart zur Zeit vor allem erhöhte Spielepreise, Enigmo Deluxe und Cro-Mag Rally liegen zum Beispiel bei 9,99 US-Dollar — das weckt Erinnerungen an die Anfangszeit des App Stores. Auch da lagen mangels Konkurrenz die Spiele-Preise der großen Publisher oft auf ähnlichem Niveau. Der Preiskampf dürfte aber auch die iPad-Plattform nicht lange verschonen.
Browsing the iPad App Store: A Video [By @viticci] from Federico Viticci on Vimeo.
Apples Video zu iBooks
Noch mehr Videos stellt Apple selbst zur Verfügung: Auf http://www.apple.com/ipad/guided-tours/ lassen sich insgesamt elf Videos betrachten, die Safari, Mail, YouTube, Pages, iTunes, iBooks und andere Apple-Apps auf dem iPad zeigen. Insgesamt 27 Minuten Videomaterial lassen sich begutachten.
iPad: Erste Lieferung ausverkauft
Nächste Lieferung: 12. April 2010
Am Samstag erscheint das Gerät in Amerika, wer jetzt noch bestellt, muss sich allerdings bis zum 12. April gedulden. Fortune berichtet, dass bis zum 27. März rund 240.000 Kunden das Gerät geordert haben. Auch diese Zahl ergibt sich aus Bestellnummern, die Daniel Tello gesammelt hat. Nicht enthalten sind indes Vorbestellungen für iPads, die Leute direkt in einem Apple Retail Store abholen wollen.
iBooks: Gutenberg und Bestseller
Klassiker gibt es bei Gutenberg.org, der Bestand von rund 30.000 freien Texten soll es auch direkt auf das iPad schaffen — damit entfiele die vom iPhone bekannte Schwemme an kostenpflichtigen Büchern, iPad-Kunden könnten direkt klassischen Lesestoff auf ihr Gerät laden.
iBooks: Preislein wechsle dich
Auch zu aktuellen Bestsellern sickern — widersprüchliche — Informationen durch: Nachdem Apple auf der Keynote Preise zwischen 12 und 14 US-Dollar genannt hat, prangt laut AppAdvice.com ein 9,99 Dollar-Preisschild auf den meisten elektronischen Büchern. Damit zöge Apple mit Amazon gleich, die Freude währte aber nur kurz. Drei Tage später schoss der Preis für Bücher in den Top-Listen auf 12,99 Dollar hoch. Ähnlich wackelig zeigten sich seinerzeit die Preise für Filme im deutschen iTunes Store, die sich bis zur offiziellen Vorstellung des Movie Stores beweglich zeigten.
Die Bertelsmann-Tochter Random House zeigt sich hingegen zurückhaltend und will abwarten. Die Financial Times berichtet, dass der Verlag einen Preiskampf im iBook-Store befürchtet.
Killer-Apps: Bento und Instapaper
Man kann die Hardware drehen und wenden, wie man will — ausschlaggebend für den Erfolg wird die Software sein. Nachdem die Apple-Tochter Claris die Datenbanksoftware Filemaker 11 für den Mac veröffentlicht hat, kündigt das Unternehmen eine Umsetzung von Bento für das iPad an.
Die „Datenbank für den Hausgebrauch“ könnte auf dem iPad dank des größeren Bildschirms in neuem Glanz erstrahlen, der Preis soll indes gleich bleiben: 3,99 Euro.
Ebenfalls den Sprung auf das iPad unternimmt Instapaper — wer die iPhone-Version bereits besitzt, kann sich über ein angepasstes Instapaper für das iPad freuen, ein Neukauf ist nicht erforderlich. Mit dem Programm lassen sich Webseiten speichern und offline lesen. Dabei unterstützt einen die 3,99 Euro „teure“ App mit Lesezeichen, einem „Nachtmodus“ und veränderbarer Schriftgröße.
Der Entwickler hofft, dass die „Universal App“ pünktlich zum iPad-Start im Store erhältlich ist, wie er im Blog http://blog.instapaper.com/post/469281634 verrät.
The Deep kommt vom iPhone in HD aufs iPad
Noch mehr Apps findet man auf App Advice – die Seite veröffentlicht eine Liste mit über hundert bereits von Apple abgesegneter Applikationen für das iPad. Vornehmlich lassen sich Spiele finden, auch vom iPhone bekanntes unnützes Zeugs ist dabei. Auf hochwertige Produktivsoftware kann man sich dennoch freuen, auf der Liste findet man zum Beispiel OmniGraffle, OmniGraphSketcher und Brushes.
Hardware: iPad Camera Connection Kit taucht auf

iPad sucht und findet Anschluss über SD und USB
Um Speicherkarten einer Digitalkamera auf das iPad zu überspielen, braucht man zusätzliche Hardware. Die kostet 29 US-Dollar und nennt sich etwas umständlich iPad Camera Connection Kit. Das stellt zwei Übertragungswege zur Verfügung: SD-Karte und den direkten Anschluss der Kamera über USB-Kabel. Ende April soll es laut Apples Webseite in Amerika erhältlich sein.
http://store.apple.com/us/product/MC531ZM/A
Sex-Apps: Erneut explizite Kategorie gesichtet
Kurz waren sie online, die Seite Macstories.net hat sie per Screenshot vor dem gänzlichen Verschwinden „gerettet“: In Apple iTunes Store tauchten zwei neue Kategorien auf, „Top Explicit iPad Software“ und „Top Explicit Paid Software“. Dass Apple eine eigene Kategorie für „erotische Inhalte“ plant, ist nicht ganz neu. Nach dem Rausschmiss von gefühlten 100.000 Bikini-Apps aus dem Store tauchte für kurze Zeit in iTunes Connect eine neue Kategorie auf und auch gleich wieder unter.
Revolution Nr. iAd
Steve Jobs und Googles Eric Schmidt ließen sich beim Plausch im Café ablichten und demonstrierten so, dass die Stimmung vielleicht nicht ganz so frostig sein könnte wie bisher kolportiert. Fest steht, dass Google den mobilen Werbeanbieter AdMob Apple „vor der Nase“ weggeschnappt hat — Cupertino zögerte etwas zu lange und hatte nach Ablauf des Vorkaufsrechts das Nachsehen.
Als Alternative hat sich Apple dann Quattro Wireless einverleibt, nun soll am 7. April „iAd“ personalisierte mobile Anzeigen verkaufen. Angeblich bezeichne Steve Jobs den Dienst als „nächstes großes Ding“. Eine Integration in die Entwickler-Umgebung könnte tatsächlich dem derzeit erfolgreicheren Konkurrenten AdMob das Leben auf iPad und iPhone schwer machen – schon bald wir man sehen, ob an den Gerüchten etwas dran ist.





















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