Veredelte Formen: Linotype veröffentlicht die Neue Frutiger nun auch im Condensed-Schnitt. Es muss im Schriftenreich aber nicht immer hochanständig zugehen, manchmal darf es auch dreckig sein. Die Seite DaFont bedient eher die niederen Schriftgelüste, sauber in Kategorien aufgeteilt. Die steigern sich dann von Eroded, Distored, Destroy bis zum absoluten Horror. Mit Olho De Boi wartet aber auch eine feine Vintage-Schrift auf ihren Einsatz im Design-Alltag.
Als Brot– und Butterschriften mögen Helvetica und Times (manchem) reichen, für T-Shirts, Flyer, Party-Einladung und Plakat (zur Zeit ab 1 Euro/Stück im DIN A1-Format bei flyerpilot.de zu haben) mag man aber vielleicht doch mal tief in die Effektschrift-Kiste greifen – bis einem die Augen bluten.
Dafont.com sammelt alle möglichen, aber vor allem unmögliche „freie“ Schriften, dazu etliche praktische und sinnlose Dingbats zwischen Automarken und Sternschnuppen. Dabei lässt sich neben Skurrilitäten auch Feines entdecken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Schrift, die sich am ersten brasilianischen Briefstempel vom 1. August 1843 orientiert?
Die Olho De Boi hat der Grunge-Designer frisch veröffentlicht, zumindest auf dem Mac unter Snow Leopard funktioniert sie bestens – einige andere Anwender berichten hingegen von Problemen bei der Installation. Auf Umlaute und zum Beispiel Euro-Zeichen muss man aber auf jeden Fall verzichten.
Die meisten Fonts sind lediglich für nicht-kommerzielle Nutzung frei, manche verlangen die Angabe des „Autors“. Weitere Informationen erhält man in der Regel in einem Textdokument zur Schrift.
Nach der Verwirrung der Sinne schwelgen wir nun aber in serifenloser Eleganz. Die Frutiger des gleichnamigen Typografen erhielt letztes Jahr nach der Next-Ausgabe eine weitere Neuauflage, dabei wachte Adrian Frutiger über die Arbeit des Linotype-Schriftdesigners Akira Kobayashi.
Runder, verdichteter und gleichzeitiger offener soll die Neuinterpration „Neue Frutiger“ sein und damit heutigen Sehgewohnheiten entgegen kommen. Ganz billig ist das Vergnügen nicht, für alle 20 Schnitte zusammen ruft Linotype einen Preis von fast 1.500 Euro auf, einzelne Schnitte liegen bei 82 Euro erwerben.
Wenn ihr mit Photoshop tolle Designs erstellt habt und eure Resultate drucken möchtet oder gleich Online mit Web2Print umsetzen wollt, bei der Online-Druckerei Flyerpilot sind ihr immer goldrichtig.


















