Sie wird als Kernfunktion des iPads wahrgenommen: die Medienwiedergabe. Die Darstellung von TV– und Filminhalten gelingt im Handumdrehen und Journalisten bescheinigen bei aller Skepsis dem Gerät eine brillante Wiedergabe. Spiele sollen sogar noch eindrucksvoller sein, denn man hält sie in der Hand und werde „direkt hineingesogen“. Flyerpilot.de lässt kurz Revue passieren: Videos, Bücher und Spiele auf dem iPad.
Medienspieler
iPods sind für Videos untauglich, hat Steve Jobs vor vielen Jahren verkündet – kurz, bevor Apple auch die tragbaren Musikspielern mit Videofähigkeiten beglückte. Eine der Apple-Apps von Anfang an auf dem iPod touch und iPhone spielt YouTube-Videos ab – dennoch ist der 3,5 Zoll-Bildschirm nicht unbedingt „kinotauglich“. Ein Heimkino ersetzt auch das iPad nicht, für einen Spielfilm unterwegs reicht er aber allemal.
Elgatos EyeTV-App für das iPhone
Lösungen wie Elgatos Eye TV sollten ebenfalls den Sprung vom iPhone auf das iPad schaffen. Damit wäre es dann möglich, Fernsehaufnahmen vom Mac auf das tragbare Gerät zu streamen.
Anders sieht es bei Musik aus, hier hat das iPad seine klaren Defizite und ersetzt aufgrund des Formfaktors keinen iPod.
Elektronische Bücher
Keine Frage, Apple hat dem iPad ein hochwertiges Farb-Display spendiert. Zumindest für Bücher stellt es aber im Vergleich zu E-Ink ein Kompromiss dar. Die Bildschirme der Sony– und Amazon-Reader können lediglich (einige) Graustufen darstellen, sind aber im Prinzip besonders lesefreundlich und stromsparend. Die elektronische Tinte sortiert sich erst in dem Augenblick neu, wenn man eine Seite umblättert – das heißt, während der Anzeige verbraucht der Bildschirm weder Strom, noch flackert irgendetwas. Die Schrift steht gestochen scharf dar und sieht tatsächlich fast aus wie gedruckt. Der Nachteil neben der fehlenden Farbe ist das kurze Aufflackern beim Umblättern. Unentschieden steht es mit der fehlenden Hintergrundbeleuchtung bei E-Ink: Man braucht – wie beim echten Buch – eine externe Lichtquelle, dafür schont das Lesen im Gegensatz zu herkömmlichen leuchtenden Monitoren die Augen.
Kostenlos in iBooks: Winnie the Pooh
Die Vorteile des Farbbildschirms spielt Apple mit iBooks voll aus. Die hauseigene, kostenlose App orientiert sich optisch an Classics auf dem iPhone und präsentiert ein Buchregal. Auch die Seiten erinnern an „echte Buchseiten“. Brauchen tut man solch Eye-Candy eigentlich nicht, hübsch anzusehen ist es aber allemal. Und die Vorzüge des Farbdisplays zeigt dann auch das erste Buch, das Apple in iBooks vorinstalliert zur Verfügung stellt. Das Kinderbuch Winnie the Pooh lockt mit farbenfrohen Illustrationen und ist auf derzeit erhältlichen reinen E-Ink-Readern schlicht nicht machbar.
Auch Kindle-Bücher kann man auf dem iPad kaufen und lesen
In einem anderen Punkt kann das iPad ebenfalls punkten, in der Auswahl. Selbst wenn die eigene iBooks-App (noch) nicht so gut gefüllt ist wie die Kindle-Bibliothek, so hat man Amazons Shop über die kostenlose Kindle-App vollen Zugriff. Auf dem iPad glänzt die Amazon-Lösung zudem mit einem hübscheren Buchregal mit farbigen Covern, einem Umblättereffekt und mit Wischfingergeste. Weitere Reader und Bücherlösungen kommen ebenfalls auf das iPad oder sind schon vorhanden. Die Lesestoff-Zukunft sieht also im wahrsten Sinne des Wortes glänzend aus.
Spiele
Wer erinnert sich noch an Pippin? Der erste Versuch Apples, mit einer Mischung aus Mac und Konsole in den Spielemarkt einzusteigen, floppte auf ganzer Linie. Mit dem iPhone und iPod touch ist es Apple nun gelungen, selbst Nintendo reagiert offen auf die Herausforderung. Man erinnere sich: Der japanische ehemalige Spielkartenhersteller hatte seinerzeit nur verächtliche Worte für einen neuen Konkurrenten übrig – Sony betrat mit der „Playstation“ Neuland, der Rest ist Geschichte.
Nur ein Aprilscherz – aber definitiv der schönste rund um das iPad
http://www.thinkgeek.com/stuff/41/iCade.shtml?icpg=Carousel_iCade_1
Der Spielemarkt ist für Apple extrem wichtig, das iPad hat bereits zum Start eine eigene, hochwertige Bibliothek, die manchen reinen Konsolenhersteller neidisch machen könnte: „Zen Bound 2“, „Need for Speed“, „Civilization“, „We Rule“ und „Mirrors Edge“ sind nur einige der iPad-Starttitel.
Einer der Toptitel für das iPad: Mirrors Edge von Electronic Arts
Dazu gesellen sich tausende von Spielen für das iPhone, die auch auf dem iPad funktionieren. Sie laufen entweder in der kleinen Originalauflösung, nutzen also nur die Mitte des Displays, oder lassen sich mit Qualitätseinbußen auf volle Bildschirmgröße skalieren. Manche Spiele wie Chopper liegen hingegen als Universal App vor, zu erkennen am Plus-Zeichen. Diese Apps laufen dann in hoher Auflösung auch auf dem iPad. Apple nennt das HD.
Apple erobert den Spielemarkt, Nintendo will bei E-Books mitmischen
Was soll man noch groß dazu sagen – die Spiele haben begonnen. Das iPad konkurriert direkt mit Nintendos DSi, die Japaner antworten mit dem DSi XL. Der hat zwei 4,2 Zoll-Displays und soll auch als Lesegrät eine gute Figur machen. Jeder Bildschirm stellt eine Seite dar, umgeblättert wird mit dem Stift.
Im vierten und letzten Teil gibt es ordentlich Kritik am iPad: flyerpilot.de schaut sich an, welche Einschränkungen und Mängel das Gerät besitzt. Wie ernsthaft sind die Kritiken und können sie zu einer negativen Kaufentscheidung führen?



















Vielen Dank für die hevorragenden iPad-Artikel!
Ich habe im Netz einige Berichte über das iPad gelesen und war als potenzielle Käuferin doch recht verunsichert. Die unterschiedlichen Informationen haben mich verwirrt. Dass hier so umfassend und differenziert berichtet wird, hilft mir bei der Entscheidung wirklich weiter!
Werden wir hier auch weiterhin über die Neuigkeiten rund um das iPad unterrichtet?(Auch für iPhone und iPod touch wäre es wünschenswert, mit derartig differenzierten Infos auf dem Laufenden gehalten u werden — z. B. neue Apps, die man sich nicht entgehen lassen sollte ect.? Apropos: Wie sieht es mit einem neuen iPod touch aus? Ich habe gehört, dass es in diesem JKahr wieder einen neuen geben soll. Gibt es da zu gegegebener Zeit Infos?)
Nochmals danke und weiter so!
Julia