„You want the best? You got the best!“, das sagte einst KISS-Zunge Gene Simmons.
Diese Aussage spiegelt das gesamte Selbstverständnis der Band KISS wieder. Seit letztem Jahr ist die wohl bizarrste Rockband der Welt wieder im Geschäft. 11 Jahre war es stillgeworden um Gene Simmons und seine geschminkten Kollegen. 2009 kam aber mit Sonic Boom das große Comeback-Album, es schlug ein wie eine Bombe und wurde zum einem echten Verkaufsschlager, u.a. Platz 2 der Albumcharts in den USA. Nach der großen Tour 2009/10 ist auch längst nicht Schluss, schon 2011 soll die nächste CD rauskommen. Das Ziel ist dabei klar: „Wenn man es soweit gebracht wie wir, geht es nur noch darum, ein großartiges Album aufzunehmen. Alles andere ist nur ein Bonus“, so Sänger Paul Stanley.
Starkult und absurde Fanartikel
Heute ist die Band aber längst nicht mehr so erfolgreich als am Anfang der 80ziger Jahre. Damals gehörte sie zu den größten Rockbands der Welt. Heute kommen die Einnahmen größtenteils aus den Merchandising. Vom KISS-Kondom, über „normale“ KISS-Poster bis zur KISS-Nudel gibt es einfach alles. Es gibt sogar das eigene Parfüm „Fragrance“. Der Starkult um die Band nahm schon extreme Ausnahme an. So hatte lange Zeit keiner die wahren Gesichter gesehen, weil die Musiker sind bei jedem Auftritt extrem schminkten. Erst 1984 zeigen sie erstmal ihre echten Gesichter, damals stiegen auch zwei der Gründungsmitglieder (Frehley und Criss) aus. Langsam schwand auch das Interesse an KISS. Um sich zurück in die Öffentlichkeit zu bringen, gab es 1996 dann eine große Tour in Originalbesetzung. Fast gleichzeitig wurde noch ein Film gedreht und über 2.500 Fanartikel auf den Markt gebracht.
Soloalben und Demaskierung
Neben der ganzen Ausschlachtung des Kultstatus brachte Gene Simmons noch eigene Soloalben raus und war in der US-Reality Show „Rockstars“ dabei. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen mit KISS zu touren. 2006 kam es dann auch zur einer endgültigen Demaskierung.
„Rock’N’Roll ist zeitlos und KISS sind keine Frage des Alterns, sonder des Geistes“, ist sich deshalb Sänger Paul Stanley sicher. Um nicht zur völligen Lachnummer zu werden, trainieren die Rockopas fleißig und halten sich fit. Prophylaktisch haben sich die Musiker selbst zu unsterblichen Legenden erklärt. „Uns wird es immer geben, auch ohne Paul und mich“, so Simmons.
Nach dem Album 2011 wollen die Frontleute persönlich nach Nachfolgern suchen. Bis dahin werden sie aber noch ordentlich rocken und sich gut verkaufen. Das können die Rockopas nämlich am besten.














