Lebendige Kunst

„Stille Still­le­ben sind zu still?“

Wer mit abs­trak­ten Bil­dern und stum­men, still vor sich hin­hän­gen­den Kunst­wer­ken nicht wirk­lich zu begeis­tern ist, sollte sich ein­mal der leben­di­gen Kunst wid­men. Auch aus stil­vol­len und stil­len Gemäl­den wer­den dank der Arbeit und dem Ein­satz krea­ti­ver Den­ker und ego­zen­tri­scher Pan­to­mi­men leben­dige Werke geschaffen.

Dass Kunst nicht immer still und von see­len­lo­sen Bil­dern domi­niert sein muss, bewies schon im Jahre 2003 das Frank­fur­ter Museum für modere Kunst. Zwi­schen Mai und Juni wurde dort eine Son­der­aus­stel­lung, „das leben­dige Museum“, einem begeis­ter­ten Publi­kum prä­sen­tiert. In ins­ge­samt 15 Arbei­ten wur­den Men­schen in Kunst­werke inte­griert und för­der­ten erstaunte Augen und offene Mün­der bei den Besu­chern zutage. Hin­ter­grün­dige Bot­schaf­ten wur­den im Zuge die­ser Aus­stel­lung sehr inten­siv auf­ge­nom­men. Denn: Durch den prä­sen­ten, leben­den und atmen­den Men­schen spricht die­ser Kunst­zweig an, wirkt und lässt vie­les sehr ein­dring­lich begreifen.

Auch Pablo Zibes ver­steht sich als mensch­li­ches Kunst­werk. Obwohl in sei­nen Wer­ken weni­ger poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Aus­sa­gen zum Tra­gen kom­men, stellt er Kunst doch plas­tisch dar und macht sie sehr vie­len Men­schen zugänglich.

Der Pan­to­mime schuf und schafft in Zusam­men­ar­beit mit dem Künst­ler Manuel Bas­tante ein Pro­jekt, wel­ches sei­nes­glei­chen sucht: Bekannte Gemälde wer­den von Manuel Bas­tante sowohl auf Lein­wände als auch auf Asphalt zwei­di­men­sio­nal nach­ge­zeich­net. Bis dahin noch ein recht all­täg­li­ches Phänomen.

Aller­dings plat­ziert sich der Pan­to­mi­nen­künst­ler Pablo Zibes anschlie­ßend als leben­der Bestand­teil in das jewei­lige Gemälde. Für einen Tag bie­tet sich dem Betrach­ter so ein schein­bar stil­les Bild – ein Ein­druck, wel­cher durch den sich heben­dem Brust­korb, die lei­sen, regel­mä­ßi­gen und beru­hi­gen­den Atem­züge und plötz­li­ches Blin­zeln und Zwin­kern unter­bro­chen wird. Hier lohnt es sich, etwas län­ger zu ver­wei­len und die Leben­dig­keit des schein­bar Leb­lo­sen auf sich wir­ken zu lassen.

Wer nun seine Ver­an­stal­tun­gen künstlerisch-kreativ aber gleich­zei­tig leben­dig unter“malen“ möchte, sollte sich diese Adresse nicht ent­ge­hen las­sen: http://www.memo-media.de/details/pantomime-pablo-zibes-walking-act-und-pantomime-show-9666.html .



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