Standardmäßig werden in Büros Laserdrucker eingesetzt. Sind auch qualitativ hochwertige Farbdrucke gefragt, kommt üblicherweise ein Tintenstrahler zum Einsatz, besonders unter Designern. Seit einigen Jahren bietet OKI eine Alternative zum herkömmlichen Laserdruck an: den Druck mittels LED Belichtung. Unter den Geräten befinden sich nicht bloß solche, die für den Büroalltag taugen. OKI bietet sogar Modelle und eine Serie für den Proof an.
Neu an der LED Technik ist, dass zur Belichtung kein Laser eingesetzt wird, sondern eine Leiste mit tausenden von Leuchtdioden. Das Licht gelangt durch spezielle Linsen direkt auf die Bildtrommel, muss nicht erst, wie beim Laserdruck, kompliziert durch Spiegel umgelenkt werden. Eine präszisere Belichtung und kleinere Punktgrößen verbessern die Druckqualität. Ränder werden glatter, ob bei Buchstaben oder Bildern.
Eine weitere Besonderheit ist in der Bauform zu finden. Aufgrund der horizontalen Anordnung der Kartuschen und Bildtrommel reicht beim Farbdruck ein Durchgang, zudem sind auch Überformate druckbar. Da offenbar alles einen Namen haben muss, auch wenn lediglich die Anordnung der Bauteile in Frage steht, hat OKI den Sachverhalt als “Single Pass LED Technology” bezeichnet. Na ja.
Im März neu vorgestellt wurden die Produkte ES6410 und ES7411. Beide Modelle sind für den Büroalltag von Arbeitsgruppen konzipiert. ES 6410 dient mittlerem Druckaufkommen, ES 7411 hingegen hohem. Die Papiergrößen umfassen A6 bis A4, aber auch die Möglichkeit, A4 Banner bis zu einer Länge von 120 cm zu drucken. Die Geschwindigkeit des Farbdrucks weicht kaum von der des S/W Drucks ab: bis zu 34 Seiten pro Minute im Farbdruck, bis zu 36 Seiten im S/W Druck für beide Modelle. Die verarbeitbaren Papiere können bis zu 250 g pro Quadratzentimeter schwer sein.
Für den Proof werden die Modelle C9650eXpress und ES3640eXpress, als auch die Serie ES3640XF angeboten. Alle diese Drucker können auch das A3 Format verarbeiten, zusätzlich Banner mit einer Länge bis zu 120 cm. OKI bietet für die eXpress Modelle vordefinierte Druckmodi für Proofing-, Foto– und Schwarzweißdrucke an, ebenso die Verarbeitung von Sonderfarben mit einem Mausklick. Genutzt wird dazu EFI Colorproof eXpress. Einen Überblick über die Software bietet Jutta Bock. Ihr Fazit lautet: “EFI eXpress kann gleich gute Ergebnisse erreichen, wie EFI Colorproof XF.” Die XS Serie arbeitet hingegen mit der größeren Version, mit EFI Colorproof XF.
Wie weit eine prooftauglichkeit der Drucker gegeben ist, könnte nur ein Vergleichstest ergeben, der sich jedoch über Bildreproduktionen für das Internet kaum darstellen ließe. Interessenten werden persönlich testen müssen. Ich führe stattdessen noch einige Leistungsmerkmale an: Die Papiergewichte der Proof Drucker können bis zu 330 g schwer sein. Die Druckgeschwindigkeiten betragen bis zu 36 Seiten pro Minute für Farbe, bis zu 40 Seiten in S/W.
Die LED Drucker sind nach OKI im Betrieb kostengünstiger als ein typischer Laserdrucker. Die Bildtrommel sei langlebiger, der Toner ergiebiger. Zudem sei der Stomverbrauch geringer. All diese Faktoren würden den durchschnittlichen Seitenpreis veringern. Konkrete Zahlen werden aber nicht geboten. Nur Langzeittests könnten darüber Aufschluss geben.














