Die Grammy-Gewinner der US-Band „OK Go“ begeistern wieder Millionen
Zehn Millionen Abrufe innerhalb von vier Wochen auf dem Video-Portal YouTube, das ist für eine Musikband schon fast eine Sensation.
Die US-Künstler von „OK Go“ haben es mit dem brandneuen Videoclip zu ihrer aktuellen Single „This too shall pass“ seit dem 1. März 2010 geschafft. Natürlich, die Musiker aus Chicago haben sehr viele Fans, die die Band für ihren alternativen Gitarrenpop und die eingängigen Melodien verehren. Ihre Popularität verdanken „OK Go“ aber in erster Linie ihren kunstvollen Videoclips. Das Video von „This too shall pass“ zeigt eine gigantische Rube Goldberg-Maschine, die in einer alten Lagerhalle für die Dauer von 3 Minuten und 53 Sekunden läuft. Eine Rube Goldberg-Maschine? Die ist nach ihrem Erfinder, dem US-Cartoonisten Rube Goldberg, benannt. In Deutschland sind die abgedrehten Kettenreaktionen eher als Nonsens-Maschinen oder Was-passiert-dann-Maschinen bekannt.
Ein rotes Spielzeug-Auto startet im Clip zu „This too shall pass“ die Kettenreaktion. Eine Reihe von Domino-Steinen wird angestoßen, es folgt eine eine gigantisch sinnlose Gaudi, die natürlich nicht einmal eben so entstanden ist. Mehrere Monate lang haben die Musiker von OK Go zusammen mit der Firma Synn Labs und Regisseur James Frost in einer leer stehenden Lagerhalle von Echo Park, Los Angeles, an der Konstruktion aus Schrott, Alltagsgegenständen, Spielzeug und Kunstwerken gebastelt. Die dann innerhalb dieser knapp vier zu sehenden Minuten in sich zusammenfällt.
Lustig anzusehen ist der Lauf dieser Nonsens-Maschine. Tatsächlich ein Clip der besonderer Art, bei dem der melodische Gitarrenpop mit dem eingängigen Refrain „When the morning comes“ die passende Untermalung ist. Mit einer kleinen Video-Sensation dieser Art war mit dem Erscheinen des neuen Albums „Of the Blue Colour of the Sky“ von OK Go übrigens zu rechnen. Denn: Die vier Musiker aus Chicago verdanken ihre Popularität in erster Linie ihren Musikvideos. Und der Zeit, in der Sender wie MTV und Viva für Musikliebhaber noch eine Bedeutung hatten. Es war das Video zum Song „Here it goes again“ (vom Album: Oh no, 2005), mit dem die Band einem breiten Publikum bekannt wurde. Durch eine Tanzroutine auf acht Laufbändern,die für den Clip an einem Stück gefilmt worden war. Eine Choreografie, die so erfolgreich war, dass die vier Musiker um Sänger Damian Kulash sie im Jahr 2006 bei den MTV Music Awards in New York live aufführen durften. Die Krönung: OK Go erhielten für den Clip im gleichen Jahr den Grammy in der Kategorie „Best Short Form Video“. Im neuen Clip ist „Here it goes again“ als Clip im Clip für Sekunden zu sehen. Auf einem Fernseher, der Teil der Nonsens-Maschine ist.
Wer neugierig geworden ist und mehr über die Rube Goldberg-Maschine im „This too shall pass“-Video erfahren möchte, der kann auf der Website der Band (www.okgo.net) einen detaillierten Bauplan und Behind-the-Scenes-Elemente zum Videodreh betrachten. Und Rube Goldberg selbst? Der US-Cartoonist war der erste Präsident der der US-amerikanischen Vereinigung National Cartoonists Society und verstarb 1970 in New York. Die Rube Goldberg-Maschine taucht in seinem Comic „Professor Lucifer Gorgonzola Butts“ auf und ist seit 1961 auch in englischsprachigen Wörterbüchern zu finden.
www.rubegoldberg.com














