Ein Künstler und sein Werk ist und war auch immer eine Marke. Das wussten Szenegrößen wie Andy Warhol oder Keith Haring nur zu gut. Mit eben dieser Markenwerdung und der Vermarktung des eigenen Werkes beschäftigt sich die Ausstellung „Pop Life“ in der Hamburger Kunsthalle. Noch bis zum 9.Mai 2010 beleuchten insgesamt 320 Werke das Verhältnis von Künstlern zu den Massenmedien.
Mit dabei sind unter anderem Werke von Damien Hirst, Takashi Murakami, Martin Kippenberger und der schon erwähnte Andy Wahrhol. Ausgestellt werden neben Fotografien, Bildern und Skulpturen auch eine Rekonstruktion des Pop Shops von Keith Haring. Dieser hatte den Laden 1986 in New York eröffnet und vermarktete dort seine Kunst ähnlich wie eine Modekollektion. Man bekam zwar Originalstücke des „Meisters der Selbstvermarktung“, aber keine Unikate.
Dafür musste der Künstler seiner Zeit ordentlich Kritik einstecken, ähnlich wie auch die Ausstellung „Pop Life“. Zuvor wurde sie in London gezeigt und dort von der Presse als zu „seicht“ und „platt wie fünf Stunden Hitradio“ abgetan.
Trotz kleiner Provaktionen, wie die Pornoanspielungen von Jeff Koons, ist „Pop Life“ keine platte Zurschaustellung von skandalösen Kunstwerken. Sie beginnt mit dem Spätwerk von Andy Wahrhol. Die Popartikone wußte es wie kein Zweiter TV-Shows für seine Selbstinszenierung zu nutzen. Weiter geht es in einer Ausstellung, die Marktstrategien der Kunst zeigt und die Sehnsucht, den Mainstream nutzen und trotzdem autark zu bleiben, darstellt. Das Ganze wirkt sarkastisch und abgespact, doch die Warhols und Harings behalten mit ein Augenzwinkern die Oberhand über den Medienrummel und den Kommerz.
Wie sagte Warhol einst so schön „Gute Geschäfte sind die beste Kunst“.
Zusehen ist die Ausstellung „Pop Life Warhol, Haring, Koons, Hirst,…“ noch bis zum 9. Mai in der Galerie der Gegenwart (Kunsthalle Hamburg).
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