Pritzker-Preis für die Leichtigkeit

Mit der höchs­ten Aus­zeich­nung für Archi­tek­ten, dem Pritzker-Preis, wer­den in die­sem Jahr die bei­den Japa­ner Kazuyo Sejima und Ryue Nis­hi­zawa aus­ge­zeich­net.

Ihr Archi­tek­tur­büro SANAA in Tokio rea­li­sierte bereits Pro­jekte in Tokio, New York und Essen. Der Stil von SANAA kann als stil­vol­ler Mini­ma­lis­mus bezeich­net wer­den, sie arbei­ten viel mit Glas, Sicht­be­ton und Stahl. Das Beson­dere daran: Die Mate­ria­lien blei­ben dabei in ihre ursprüng­li­chen Farbe und bekom­men kei­nen Anstrich. Ihre bekann­tes­ten Gebäude sind das „Chris­tian Dior Buil­ding“ in Tokio und „New Museum of Con­tem­porary Art“ in New York. Gerade ent­wer­fen Sejima und Nis­hi­zawa in Lens eine  Depen­dance des Lou­vres. Die Außen­stelle des gro­ßen Kunst­mu­se­ums in Paris besteht aus fünf Gebäu­den und bil­det eine Linie von über 500 Metern. Das Ganze kos­tet schlappe 150 Mil­lio­nen Euro und soll 2015 seine Pfor­ten öffnen.

Zum drit­ten Mal ein Duo ausgezeichnet

Zum drit­ten Mal wurde mit dem seit 1979 ver­lie­he­nen Pritzker-Preis ein Duo aus­ge­zeich­net. Die Jury wür­digte in ihre Ver­ga­be­be­grün­dung die Kraft und Anmut der Ent­würfe bei gleich­zei­tig flie­ßen­der Klar­heit. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Bereits im Novem­ber wurde Kazuyo Sejima zur Direk­to­rin der dies­jäh­ri­gen Archi­tek­tur­bi­en­nale in Vene­dig ernannt. Mit ihren wohl­tu­n­end beschei­de­nen Auf­trit­ten hatte die bei­den Archi­tek­ten nicht nur durch ihre Ent­würfe zahl­rei­che Sym­pa­thie­punkte gesam­melt. Beschei­den rea­gier­ten die bei­den auch auf ihren Preis.

Nis­hi­zawa sagte: „Ich fühle mich geehrt und bin zugleich sehr über­rascht.“ Seine Kol­le­gin Sejima  ver­sprach: „Mit die­sem Preis werde ich wei­ter ver­su­chen, wun­der­volle Archi­tek­tur zu gestal­ten.“ Das Ver­spre­chen wer­den die Bei­den sicher­lich halten.



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