Die Region der diesjährigen Kulturhauptstadt ist von Grenzen durchzogen, die an eine Kleinstaaterei vergangener Jahrhunderte denken lässt. Der Ballungsraum unterliegt drei verschiedenen Regierungsbezirken und damit differierenden politischen Zuständigkeiten: Düsseldorf, Münster und Arnsberg, die mit ihren Sitzen alle außerhalb der Region liegen. Dies ist ein wesentlicher Grund, weshalb aus dem Ballungsraum bislang noch keine Metropole erwachsen konnte. Anstatt allgemeine Aufgaben in der Region gemeinsam und unabhängig angehen zu dürfen, ist man fernen Regierungsgewalten ausgesetzt. Eine funktionstüchtige Binnenstruktur ist für eine Metropole jedoch unverzichtbar, als Beispiele seien der öffentliche Nachverkehr oder die Wirtschaftsförderung angeführt.
Ein Kunstprojekt an der Ruhr soll demonstrieren, dass auch Kooperationen über die Binnengrenzen hinaus möglich sind. Von April bis gegen Ende des Jahres wird zwischen Duisburg und Dortmund das Thema Grenze thematisiert. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der ‘KunstVereineRuhr’, ein Zusammenschluss von Kunstvereinen und Künstlerhäusern. Reflektiert und erfahrbar werden soll das ‘GrenzGebietRuhr’. Beteiligt sind externe und im Ruhrgebiet lebende Künstler. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 17.04.2010 um 18.00 Uhr in Dorsten statt, auf dem Platz der Deutschen Einheit!
Spannend an den über mehrer Monate dauernden Ausstellungen und Präsentationen ist, dass der Veranstaltungort, die Region, einbezogen wird. Auch der historische und soziale Hintergrund soll mit all seinen Besonderheiten in die künstlerischen Darstellungen einfließen. Kunst wird auf eine solche Weise auch politisch. Eine Übersicht über die Termine an den verschiedenen Orten findet man im hinterlegten PDF. Die erste Präsentation schließt sich direkt der Eröffnung in Dorsten an.














