Tipp: Chemnitzer Industriemuseum

Das Indus­trie­mu­seum Chem­nitz zeigt der­zeit 41 Pro­dukte und Stu­dien, die es in den End­aus­scheid des Wett­be­werbs um den zwölf­ten Säch­si­schen Desi­gner­preis geschafft haben. Die Arbei­ten bie­ten einen Blick auf den aktu­el­len Stand in Sachen Design in Sach­sen und zeu­gen nach Anga­ben der Jury vom Ide­en­reich­tum in dem Frei­staat – ein Reich­tum, der in die­sem Jahr aller­dings nur in der Kate­go­rie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign zu Spit­zen­leis­tun­gen gereicht hat. Viel­leicht holen die säch­si­schen Pro­dukt­de­si­gner ja 2010 wie­der einen ers­ten Platz?

Prä­miert wurde unter ande­rem die Bank „WING“ von Ulrike Kühn, eine groß­zü­gige Sitz­ge­le­gen­heit für den öffent­li­chen Raum mit kla­rer For­men­spra­che. Archi­tek­ten und Lich­ge­stal­ter soll­ten sich ein­mal den Sys­tem­bau­kas­ten „play“ von Mar­tin Fied­ler anschauen, einem wei­te­ren Preis­trä­ger beim Pro­dukt­de­sign.  Viel­leicht fin­den sie dort ja Anre­gun­gen für ihre Arbeit.

Im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign haben die Desi­gner Eli­sa­beth Hin­richs, Aileen Itt­ner und Daniel Rother für die Gestal­tung des Akten-Katalog-Hybriden „XX — Die SS-Rune als Son­der­zei­chen auf Schreib­ma­schi­nen“ den ers­ten Preis erhal­ten, muss den aber wie alle Preis­trä­ger mit dem Her­stel­ler, der Hoch­schule für Buch­kunst in Leip­zig tei­len. Im Übri­gen gehen fast alle Preise im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign nach Leip­zig. So hat die Agen­tur KOCMONET für die Gestal­tung eine Grassimesse-Plakates und –Kata­lo­ges den zwei­ten Preis bekom­men, und der dritte Preis geht an den Leip­zi­ger Lubok-Verlag für Lubok, das ist ein Kunstbuch.

Wer gerade am Cor­po­rate Design arbei­tet oder eine neue Visi­ten­karte braucht, der kann sich bei Jür­gen X. Albrecht aus Walds­hut und sei­nen Ent­wür­fen für die Apo­theke im Sach­sen­park bei Leip­zig Anre­gun­gen holen. Er erhielt eine Aner­ken­nung – ebenso wie der Diplom-Grafikdesigner Jakob Kirch, für  „Platz ist wo’s hinkommt“.

Ein­ge­reicht wor­den waren 273 Objekte und Ent­würfe – von der Uhr über HDMI-Kabel bis zu stu­den­ti­schen Arbei­ten. 18 wur­den aus­ge­zeich­net, die Preis­gel­der in Höhe von 50.000 Euro gin­gen in glei­chen Tei­len an Her­stel­ler und Desi­gner. Ein klei­ner Trost für alle, auch die, die kei­nen Preis bekom­men haben: Schon ab der Nomi­nie­rung gibt mit den Auf­kle­bern „Preisträger/ Anerkennung/ Nomi­niert für den Säch­si­schen Staats­preis für Design 2009“ einen klei­nen Marketingkick.

Die Aus­stel­lung ist noch bis zum 11. März zu sehen. Das Museum öffnet in der Woche um 9:00 Uhr, am Wochen­ende und an Fei­er­ta­gen um 10:00 Uhr, es schließt 17:00 Uhr, am Frei­tag ist Ruhetag.

http://www.design-in-sachsen.de/preistraeger.php

http://www.saechsisches-industriemuseum.de




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