Deutscher Bildungsmedien-Preis „digita“ zum 15. Mal in Köln vergeben
Lernen funktioniert heute multimedial: Druckerzeugnisse spielen genau so eine Rolle wie digitale Medien und Werkzeuge: Das zeigt der Themenmix der didacta 2010. Europas größter Fachmesse im Bildungsbereich fand vom 16. bis 20. März in Köln statt. Thementage zum E-Learning gehörten dabei genau so zum Programm wie umfangreiche Angebote der Unternehmen zum Lernen mit digitalen Medien. Bereits zum 15. Mal prämierten die Veranstalter dabei Lehr– und Lernangebote verschiedener Kategorien wie „Berufliche Weiterbildung“ oder „Allgemein bildende Schulen“ mit dem „digita“. So heißt der seit 1995 verliehene Deutsche Bildungsmedien-Preis.
Mit 90 Lernsystemen, Medienpaketen, Programmen und Online-Angeboten hatten sich die Anbieter um den in acht Kategorien vergebenen „digita“ beworben. Eine neunköpfige Jury entschied in Köln über die Preisträger 2010. Das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI) an der TU Berlin, die Zeitschrift „bild der wissenschaft“ (Konradin Verlagsgruppe) und die Stiftung Lesen vergeben den Bildungsmedien-Preis.
Ein getunter Klassiker wurde in diesem Jahr in der Kategorie „Allgemein bildende Schule“ für die Schuljahrgänge 5 – 10 ausgezeichnet: Der Diercke Weltatlas. Multimedial ist der in einer Premium-Variante mit digitalem Diercke Premium-Bereich erhältlich. Eine Audio-Stadtführung des Berliner Autors Hans Ferenz erhielt den Preis für die Klassen 11 – 13, das Programm heißt „Hörpol – Erinnerungen für die Zukunft“. Als Lernspiel für Kinder unter zehn Jahren wurde das Nintendo-Videospiel„Lernerfolg Vorschule – Capt‚n Sharky“ ausgezeichnet. Der Besuch auf dem Lernportal fit-fuer-den-aufschwung.de wird von der Jury für die berufliche Weiterbildung empfohlen. Der Umgang mit Standardprogrammen für Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation kann hier online erlernt werden. Das Schulfernsehen von Südwestrundfunk (SWR) und Westdeutscher Rundfunk (WDR) erhielt in Köln ebenfalls einen „digita“: Unter www.planet-schule.de können Schüler die Filmbeiträge nun auch online in einer Mediathek auswählen.
Ganz schön vielseitig ist also die Methodik von E-Learning in allen Bildungsbereichen. Natürlich stellt sich da auch die Frage, wie Pädagogen, Ausbilder und Lernende diese neuen Angebote zielgerichtet nutzen. Der methodisch-didaktisch sinnvolle Einsatz der digitalen Medien, er muss gelernt werden. Auf dem Forum Bildung der Kölner Messe diskutierten Experten das Thema. Titel der Veranstaltung: „Vergoogelt und zugetwittert – Lernen mit neuen Medien“













