Virale Videos

Wer­bung oder Pri­vat­auf­nahme?

Heute gilt jedes Video, das sich im Netz ver­brei­tet, als viral. Frü­her hin­ge­gen erhiel­ten Videos den Zusatz viral, wenn es sich um kurze Filme han­delte, die wie Pri­vat­auf­nah­men aus­sa­hen und bei wel­chen sich nicht direkt erken­nen ließ, für wel­ches Pro­dukt oder wel­che Firma gewor­ben wer­den sollte. Den­noch stand hin­ter jedem die­ser vira­len Videos eine Firma, die diese Kurz­filme pro­fes­sio­nell pro­du­zie­ren ließ und werb­li­che Zwe­cke ver­folgte. Die Bot­schaf­ten der Filme waren durch den Anschein des Pri­va­ten zwar ver­steckt und indi­rekt, aber den­noch vor­han­den. Ein Bei­spiel dafür, wie solch ein vira­les Video im klas­si­schen Sinne funk­tio­niert, fin­det sich auf Youtube:

Hier wird anschei­nend mit Han­dy­strah­len aus Mais­kör­nern Pop­corn gemacht. Aller­dings: Die Auf­nah­men sind nicht pri­vat. Ein Mobil­funk­netz­be­trei­ber hatte die Auf­nah­men gezielt ins Netz gestellt.

Ree­bok goes ‚viral’
Auch Ree­bok hat sich die­ser Art der Wer­bung zuge­wandt. Momen­tan sind auf Youtube und Co. Videos zu sehen, in wel­chen kom­plett nackte, aber ver­pi­xelte Men­schen Sport trei­ben. Mit nichts ande­rem beklei­det als einem Reebok-Sportschuh. Sieht man sich die Videos genauer an, dann erkennt man den in den USA bekann­ten Sport­ler Chad Ocho­cinco und Chuck Lid­dell. Ein untrü­ge­ri­sches Kenn­zei­chen dafür, dass es sich hier­bei um gezielte und geplante Wer­bung han­delt. Den­noch: Man weiß nie ganz genau, wer hin­ter die­sen Videos wirk­lich steckt. Sie erin­nern an klas­si­sche virale Videos und erhal­ten schon allein des­we­gen das Prä­di­kat sehenswert.



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