„Wir sind alle nur Tags“

Ibra­him Evsan auf dem Inter­net World Kongress

Der Onli­ner ist mit Maschi­nen ver­eint — das war die These von Ibra­him Evsan bei der Eröff­nung des Inter­net World Kon­gres­ses in Mün­chen. Der Unter­neh­mer und Sevenload-Gründer sprach über die Kate­go­ri­sie­rung von Men­schen, über Daten und digi­tale Super­mächte.

Durch das Inter­net finde eine Glo­ba­li­sie­rung der Kom­mu­ni­ka­tion statt, so Evsa. „Wenn wir die Ver­net­zung ver­ste­hen, kön­nen wir uns welt­weit mit­ein­an­der unter­hal­ten.“ Nicht die Natio­na­li­tät, son­dern Sym­pa­thie zähle. Eine wich­tige Ten­denz sei auch, Men­schen öffent­lich zu kate­go­ri­sie­ren — zum Bei­spiel über Twitter-Listen. „Wir sind doch alle nur Tags.„
Diese Infor­ma­tio­nen könn­ten den Men­schen enorm viel nut­zen, wenn man wüsste, wer für was Experte sei.

Die Inter­net­nut­zer sind Evsan zufolge in den Klauen der digi­ta­len Super­mächte — aber diese leb­ten nur von den Inhal­ten, die die User Fir­men wie Face­book und Twit­ter zur Ver­fü­gung stell­ten. „Erst lade ich ein Bild hoch, nach einem net­ten Kom­men­tar dann noch 16 — und jetzt habe ich tau­send Freunde auf Facebook.“

Kri­tisch sei die Frage, was mit den hoch­ge­la­de­nen Bil­der pas­siere. „Wo sind meine Daten — die Frage soll mir mal jemand beant­wor­ten. Und dann will ich wis­sen, wel­che Daten von mir existieren.“

Von den Unter­neh­mern und Mit­ar­bei­tern for­dert Evsan, sim­ple zu den­ken, agil zu sein, prag­ma­tisch zu den­ken, Exzel­lenz zu zei­gen und die Men­ta­li­tät zu ändern, um sich mit ande­ren zu ver­net­zen. Nur so hätte die Inter­net­kul­tur eine Chance.

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